Daraus folgen zwei Punkte. Erstens ist die einzige evidenzbasierte Indikation für Testosteron bei Frauen eine verminderte sexuelle Lust (HSDD) nach der Menopause. Andere manchmal beschriebene Effekte, etwa auf Energie, Stimmung, Muskeln oder Kognition, sind keine etablierten Indikationen. Zweitens sollen die Blutspiegel den prämenopausalen physiologischen Bereich nicht überschreiten.
Quelle: Global Consensus Position Statement on the Use of Testosterone Therapy for Women (Davis et al., 2019) — zeitgleich in Climacteric, The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, Maturitas u. a. veröffentlicht und unter anderem von der International Menopause Society, der Endocrine Society und der European Menopause and Andropause Society mitgetragen.
Klinische Folge: Symptome einordnen und Blutwerte verfolgen. Werte oberhalb des prämenopausalen Bereichs werden nicht empfohlen.